Nationalpark
Niedersächsisches
Wattenmeer

Mit dem Hund im Nationalpark

Liebe 'Frauchen' und 'Herrchen'!

Die Nationalparkverwaltung bittet alle Hundebesitzer um Beachtung der folgenden Verhaltenshinweise, wenn Sie mit Ihrem Hund unterwegs sind.

Das Wattenmeer dient als Nahrungsraum für Millionen von Zugvögeln. Die Vögel legen auf ihrem jährlichen Zug Tausende von Kilometern zurück. Das Wattenmeer ist dabei die 'Energiedrehscheibe' für den weltweiten Vogelzug.

Die Vögel rasten nur wenige Tage im Wattenmeer und müssen sich in kürzester Zeit die Fettpolster anfressen, um den Weiterflug ins südliche Afrika oder den hohen Norden Sibiriens oder Grönlands lebend überstehen zu können.

Viele Vogelarten nutzen die Wattenregion als Brut- und Aufzuchtgebiet. Während ihres kurzen Aufenthaltes im Wattenmeer müssen die Jungvögel möglichst schnell und ohne Störungen heranwachsen, um sich das notwendige Fettpolster für den weiten Weg nach Süden anzufresse.

Klar, daß jede 'Freßminute' kostbar ist und Störungen jeglicher Art, wie z.B. duch freilaufende Hunde, lebensbedrohlich für die Vögel sind.

Vögel sehen von Natur aus Hunde als ihre Feinde an un versuchen, vor freilaufenden hunden zu flüchten.

Wenn ein freilaufender Hund einen Vogel aufscheucht, bedeutet das für den Vogel:

 

 er kann weniger fressen = verringerte Fettreserven

 

 die Flucht kostet ihn viel Energie = weiterer Abbau der Fettreserven

 

 sein Gelege kühlt aus = Verringerung des Nachwuchses

 

 er kann seine Eier oder seine Jungen nicht vor Nesträubern oder Ihrem Hund schützen = Verringerung des Nachwuchses

Bitte bedenken Sie: jedesmal, wenn Ihr Hund einen Vogel aufscheucht, werden die Überlebenschancen dieses Vogels bzw. seiner Nachkommen (und damit im Endeffekt der ganzen Vogelart) eingeschränkt.

Viele der Vogelarten, die im Watt rasten und brüten, sind in ihrem Bestand gefährdet oder -wie manche Seeschwalbenarten- sogar vom Aussterben bedroht!

Selbst wenn Sie Ihren Hund gut erzogen haben, kann schon eine Maus oder ein Kaninchen seinen Jagdtrieb wecken. Ist er nicht angeleint, dann haben Sie keine Kontrolle mehr über ihn. Ihr Hund kann nichts für seinen natürlichen Jagdinstinkt - und die Vögel können ihren Fluchtinstinkt nicht ablegen. Als Natur- und Tierfreund können Sie die Verantwortung dafür übernehmen, daß Konflikte zwischen Wild- und Haustier im Nationalpark vermieden werden:

Bitte leinen Sie deshalb Ihren Hund an!

Denken Sie an die Natur, an sich selbst und an Ihren Hund: Wer in einem Nationalpark die Wege verläßt oder Handlungen vornimmt, die den Nationalpark oder einzelne seiner Bestandteile zerstören, beschädigen oder verändern, kann nach §64 des niedersächsischen Naturschutzgesetzes zu einer Geldbuße herangezogen werden.

Dies schließt die Bestimmungen der Nationalpark-Verordnung 'Niedersächsisches Wattenmeer' mit ein. Danach ist es verboten, Hunde im Nationalpark frei laufen zu lassen, soweit dies nicht im Rahmen einer ordnungsgemäßen Jagdausübung geschieht.

Beachten Sie die örtlichen Regelungen!

An vielen Deichabschnitten herrscht ein generelles Hundeverbot!

Auf den Ostfriesischen Inseln ist das Freilaufenlassen von Hunden duch Ortssatzungen der Gemeinden verboten. Über Ausnahmeregelungen -z.B. Hundestrände- informieren die Kurverwaltungen.


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Alle Informationen entstammen diversen Publikationen der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer.
Die Veröffentlichung auf diesen Seiten erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Nationalparkverwaltung.